Asperger

Autism 
Das Asperger-Syndrom wird als milde Variante innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet. Das Besondere am Asperger-Syndrom ist, dass es nicht sichtbar ist. Es wird daher auch der "unsichtbare Autismus" genannt. Asperger betroffene wirken wie normale Menschen. Man sieht ihnen nicht an, dass sie autistisch sind. Da sie über ein gutes Sprachverständnis und eine normale, oft sogar überdurchschnittliche Intelligenz verfügen, sind ihre Schwierigkeiten im sozialen Bereich auf den ersten Blick kaum erkennbar. Gerade Asperger mit hohen intellektuellen Fähigkeiten haben oft gelernt, ihre Schwierigkeiten so zu kompensieren, dass der Autismus selbst für Fachleute kaum zu erkennen ist.
Differences

Es gibt nicht den Asperger. Autisten unterscheiden sich genauso voneinander wie Nichtautisten. Es gibt solche, die sehr schweigsam sind und jedem Kontakt aus dem Weg gehen. Aber es gibt auch jene, die recht redegewanndt sind und schnell Kontakte knüpfen. Weiter gibt es Asperger mit hohen Begabungen, z.B. Naturwissenschaften (Inselbegabungen). Andere hingegen haben Lernschwierigkeiten.

Diagnosis

Das Asperger-Syndrom wurde erstmals vom österreichischen Kinderarzt Hans Asperger 1943 beschrieben. In den 1980er Jahren wurden die Diagnosekriterien von verschiedenen Seiten formuliert. Diese wichen jedoch stark voneinander ab.

Die Diagnose Asperger-Syndrom als Bestandteil des medizinischen Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es erst seit 1992. Bei den meisten Erwachsenen mit Asperger-Syndrom ist der Autismus in der Kindheit unentdeckt geblieben - zu der Zeit gab es die Diagnose einfach noch nicht. Oft entstehen aus einem unerkannten Autismus psychische Folgekrankheiten, die den Ursprung des Leidens noch mehr verdecken. Die meisten Asperger haben einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie zur Diagnose gelangt sind und sich selbst finden konnten.

Im DSM-5 von 2013 und dem Entwurf des ICD-11 wurde das Asperger-Syndrom als eigenständige Diagnose entfernt und erscheint nun unter dem "Spektrum autistischer Erkrankungen".