Webcams zerlegen Facebook, Twitter und Co.

Letzten Freitag, 21. Oktober 2016, wurden US und europäische Internetprovider Opfer einer gewaltigen Cyber-Attacke durch gehackte „smarte“ DVR-Player und Webcams. Gemäss Experten drohen weitere solcher Attacken falls die Hardware- und Softwarehersteller nicht zusammenstehen und die Sicherheit der Smart Devices verbessern, und das schnell.

Die Attacke auf den Internet Infrastruktur Provider Dyn die Seiten wie Facebook, Twitter und Netflix in ganz Europa und Kontinentalamerika lahm gelegt hat, war eine „Distributed Denial-of-Service“ (DDOS). Dyn wurde überwältigt mit Datenanfragen von einem Netzwerk gekaperten Maschinen – in diesem Fall hunderttausende gehackter Geräte. Die Systeme waren überfordert und die Seiten Dyn’s Kunden, einige der grössten Namen des Internets, wurden als Folge von Netz genommen.

„Nichts überlebt eine Flut dieser Natur“, sagt Dan Kaminsky, Leitender Wissenschaftler des Cybersecurity-Unternehmen White Ops. Die Attacke wird vermutlich als Weckruf wirken. „Das vereinende Prinzip des Internets ist Zuverlässigkeit, und Systeme gingen vom Netz“, sagt er. „Dies tendiert Verbesserungen auszulösen. ‚Wenn wir dies nicht tun, werden schlimme Dinge geschehen‘ hört sich nicht so dringend an wie ‚Wenn wir dies nicht tun, werden wieder schlimme Dinge geschehen‘.

Das frustrierende ist, dass DDoS Attacken wie vom Freitag digitaler Kampf der am wenigsten intelligenten Sorte ist. Es gibt kein Netzwerklücke sondern eine Schar unsicherer Geräte, mit einfachen Methoden gekapert. Diese Geräte werden dann genutzt um die Anfragen künstlich zu erhöhen bis über die Netzwerkkapazität hinaus.

theguardian.com